Den Tod im Griff

Auf dem Friedhof geht der Trend zur Dauergrabpflege – aus gutem Grund.

Sich das eigene Grab schaufeln? Darauf hat nun wirklich niemand Lust. Wie die eigene Beerdigung verlaufen wird, wie wohl der Grabstein aussehen wird und welche Blumen einmal die Erddecke schmücken könnten, das hingegen möchten viele Menschen gerne wissen und am liebsten auch selbst beeinflussen.

Früher war das weitgehend Wunschdenken. Wenn überhaupt schon zu Lebzeiten über das eigene Ableben gesprochen wurde, war es doch fraglich, ob die geäußerten Wünsche dann auch tatsächlich so umgesetzt wurden – jeder trauert anders und in einer Stresssituation wie nach dem Tod eines nahen Angehörigen ist auch schlicht nicht jeder emotional und nervlich in der Lage, sich um Details wie die Farbe der Grabinschrift oder die Wahl der Einfassungspflanzen zu kümmern.

Heute hingegen nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit, mit einem Dauergrabpflegevertrag aktiv Vorsorge für die Zeit nach dem Tod zu betreiben. Die meisten Menschen beginnen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, wenn sie zum ersten Mal mit einem Beisetzungsfall konfrontiert werden. Oft leben etwa die Kinder eines Verstorbenen nicht vor Ort und können daher die Grabpflege nicht selbst übernehmen. Oder der hinterbliebene Partner ist körperlich nicht in der Lage, sich selbst um das Grab zu kümmern, oder möchte nun lieber in die Nähe der Enkelkinder ziehen.

Wünsche sicher erfüllt wissen
Der Trend zu Vorsorgeregelungen ist also nicht zuletzt durch die immer mobiler werdende Gesellschaft bedingt, doch wer einmal in das Thema eingestiegen ist, erkennt rasch auch die weiteren Vorteile: Wer immer ein selbstbestimmtes Leben geführt hat, kann nun auch die eigene Beerdigung sowie die Gestaltung und Pflege des Grabs nach den eigenen Wünschen organisieren. Gleichzeitig werden die Angehörigen entlastet – und nicht selten hilft eine klare Regelung vorab auch, Streit zwischen Familienmitgliedern vorzubeugen.

Die Stärke eines Dauergrabpflegevertrags: Er ist so individuell wie die Menschen, die ihn abschließen. Am häufigsten wird eine regelmäßige Grabpflege mit individueller saisonaler Wechselbepflanzung nachgefragt. Manche wollen die Blumen für die Wechselbepflanzung auch nicht selbst aussuchen, sondern übertragen die Auswahl dem Friedhofsgärtner. Andere möchten, dass zusätzlich zum Wechselflor ein Gesteck zum Todestag, zu den Totengedenktagen oder zu Weihnachten geliefert wird. Alle Wünsche werden in einem Treuhandvertrag festgehalten.

Kontrollen garantieren ein würdevolles Andenken
In unserer Gärtnerei arbeiten wir mit der Nordwestdeutschen Treuhandstelle für Dauergrabpflege zusammen. Das bedeutet, unsere Kunden schließen zwar mit uns den Vertrag über die Dauergrabpflege ab, zahlen den vereinbarten Betrag anschließend aber einmal komplett an die Treuhandstelle. Diese verwaltet das Geld, legt es also sicher und möglichst auch noch gewinnbringend an, und bezahlt uns für die erbrachten Leistungen. Außerdem kontrolliert die Treuhandstelle, dass wir alle vereinbarten Leistungen auch vertragsgemäß erbringen und dokumentieren.

Ob modern, naturnah gehalten oder traditionell, Ihre Wünsche zur Grabgestaltung werden im Dauergrabpflegevertrag genau festgehalten.
Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist die Welt aus den Fugen geraten. Ein Besuch am Grab kann Trost spenden.
Die von uns gestalteten und gepflegten Gräber sind rund ums Jahr in tadellosem Zustand. Gerne entzünden wir auch ein Licht für den Verstorbenen.

Keine Angst vor Fragen

Kann ich mir über einen Dauergrabpflegevertrag einen Wunschplatz auf dem Friedhof reservieren lassen?
Das ist von Friedhof zu Friedhof unterschiedlich und hängt von den jeweiligen Satzungen ab. Bei Gemeinschaftsgräbern und bei sogenannten Wahlgräbern ist die Option jedoch meist vorhanden.

Lohnt es sich, mit dem Vertragsabschluss möglichst lange zu warten, weil dann die Zeit bis zum Ableben kürzer ist und sich die Preise besser kalkulieren lassen?
Nein. Das Verfahren basiert darauf, dass die Erträge des Treugutes die Inflation auch bei der vorgeschriebenen sicheren Anlage möglichst kompensieren. Seit Gründung der Gesellschaften haben die Erträge der angelegten Gelder bislang sogar stets Mehrleistungen durch den Friedhofsgärtner ermöglicht.

Was passiert, falls es unseren Betrieb einmal nicht mehr geben sollte?
Bei einer Insolvenz vergibt die Treuhandstelle den Auftrag an einen Nachfolgebetrieb, der den vertraglichen Verpflichtungen ebenso nachkommen muss wie sein Vorgänger.

Ich überlege, die Pflege eines Grabs an Sie zu übertragen. Kann ich die Leistungen auch erst mal testen?
Ja. Viele Kunden steigen über einen zeitlich begrenzten Grabpflegevertrag in die Dauergrabpflege ein – oder auch nur über eine einzelne Dienstleistung, etwa den Gießdienst während des Sommerurlaubs.

Zurück